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Sie wollen mehr „Flüchtlinge“: 60 deutsche Städte schließen sich zum Bündnis „Sichere Häfen“ zusammen

Nur noch irre, was hierzulande passiert: 60 deutsche Städte haben sich zu einem Bündnis „Sichere Häfen“ zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich über ihren ursprünglichen Anteil an der Flüchtlingsaufnahme hinaus dazu, Menschen aufzunehmen – vor allem im Mittelmeer Gerettete, die seit etwa zwei Jahren fast nur noch geschlossene europäische Häfen finden.

Also, 60 Städte erklären sich bereit, zusätzliche Versorgungssuchende aufzunehmen, beklagen aber gleichzeitig die Wohnungsnot, die schleppende Integration und die knausrige Bereitstellung von Geld für Migranten durch den Bund. Wie passt das zusammen?

Man darf davon ausgehen, dass die Einwohner dieser Städte zu dieser Entscheidung der politisch Verantwortlichen erst gar nicht gefragt wurden, und man darf davon ausgehen, dass die Meldung über die freiwillige Aufnahme in Deutschland, sich in Windeseile untern den Reisewilligen (Boatpeople) rumsprechen wird, die zu Tausenden in den Lagern – wie z.B. in Libyen – parat stehen und sehnsüchtig auf den Schlauchbootsitzplatz für die Überfahrt mit eingeplanten Shuttle-Service übers Mittelmeer warten, um sich nach der „Seenotrettung“ in den Wohlfahrtsstaat…ähm..in einen der 60 „sicheren Häfen“ aufnehmen zu lassen.

Tagesspiegel berichtet:

60 deutsche Städte haben sich am Freitag zu einem Bündnis „Sichere Häfen“ zusammengeschlossen. Sie verpflichten sich über ihren ursprünglichen Anteil an der Flüchtlingsaufnahme hinaus dazu, Menschen aufzunehmen – vor allem im Mittelmeer Gerettete, die seit etwa zwei Jahren fast nur noch geschlossene europäische Häfen finden.

Zum Bündnis gehören Metropolen wie Berlin und Hamburg oder der dritte Stadtstaat Bremen, mehrere Landeshauptstädte wie Potsdam, Mainz, Wiesbaden, Hannover oder Kiel, aber auch kleinere Kommunen, etwa Brilon im Sauerland oder der Kreis Nordfriesland. Auch die Insel Sylt gehört zum Bündnis.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) forderte während seiner Eröffnungsrede am Freitag die Bundesregierung zu Änderungen auf. Es müsse „sich etwas ändern, es geht so nicht mehr“. In einer Zeit, da sowohl die 70 Jahre des Grundgesetzes wie der Berliner Luftbrücke gefeiert würden, sei es beschämend, dem Sterben im Mittelmeer tatenlos zuzusehen. Gerade für Berliner, für deren Stadt die Luftbrücke-Piloten ihr Leben eingesetzt hätten, sei es „nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Pflicht“ zu helfen. Man wolle dabei nicht von Genehmigungsverfahren und der Bundesebene abhängig sein.

Dieser Beitrag erschien auf Politikstube

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