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Nonne aus Europa in Afrika enthauptet

Eine 77-jährige Nonne aus Europa ist in der Zentralafrikanischen Republik brutal getötet worden. Die Glaubensfrau, die als Lehrerin für Mädchen in einem Dorf arbeitete, wurde am Montag in der Nacht überfallen und enthauptet. Sie ist das fünfte Todesopfer innerhalb eines Jahres, teilt der Vatikan mit.

Eine 77-jährige Nonne, die dem Orden der „Töchter Jesu“ aus dem Ort Massac-Seran in Südfrankreich an gehört, ist in der Zentralafrikanischen Republik ermordet worden. Wie der Vatikan auf seiner Internetseite berichtete, wurde Inès Nieves Sancho in der Nacht zu Montag überfallen und brutal ermordet. Ein Sprecher der spanischen Diözese Burgos sagte laut n-tv, die Angreifer hätten Sanchos Kopf abgetrennt. Dabei berief er sich auf die Angaben eines Bischofs in der Zentralafrikanischen Republik.

Die Nonne mit französischen und spanischen Wurzeln hatte in einem Dorf als Lehrerin für Mädchen gearbeitet. Sancho habe den Mädchen das Nähen beigebracht und ihr eigenes Leben in den Dienst an den Armen gestellt, so Papst Franziskus bei einer Ansprache auf dem Petersplatz.

Die Zentralafrikanische Republik wird seit Jahren von Gewaltausbrüchen erschüttert. Im Jahr 2013 war der christliche Präsident François Bozizé von der überwiegend muslimischen Rebellengruppe der Seleka gestürzt worden. Heute kontrollieren bewaffnete muslimische Gruppen rund 80 Prozent des Landes, obwohl die Muslime in der Zentralafrikanischen Republik gerade einmal 10 Prozent der dortigen, mehrheitlich christlichen Bevölkerung stellen.

Den muslimischen Terror-Rebellen werden zahlreiche Übergriffe auf Christen angelastet. So wurden Pastoren getötet, Frauen vergewaltigt, Kirchen zerstört, Häuser geplündert und niedergebrannt. Am Dienstag tötete eine bewaffnete Gruppe bei Angriffen auf zwei Dörfer im Nordwesten des Landes mehrere Dutzend Menschen, wie die UN mitteilte, ohne indes die Religion der Opfer wie der Täter zu thematisieren. Mit mehr als 26 Opfern war es die tödlichste Attacke seit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der Regierung und 14 Milizen im Februar. (SB)

 

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