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Flugverbote sind erst der Anfang: Grüne Verbotsphantasien brechen durch

Keine innerdeutschen Flugreisen mehr ab 2038 – mit Forderungen wie diesen lassen die Grünen die Maske fallen. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin, gibt sich kämpferisch.

Angesichts des rauschhaften Höhenflugs der Grünen bei der Europawahl und in den seither durchgeführten Umfragen hält sich die Partei mit konkreten politischen Forderungen aktuell eher zurück; man will die eigene Klientel nicht irritieren und das Wolkenkuckucksheim nicht durch Realpolitik zertrümmern. Die Entzauberung der Grünen setzt mit dem Moment ihrer neuerlichen Regierungsbeteiligung  (dann womöglich als Kanzler/Kanzlerinnen-Partei) ein – das wissen politische Beobachter nur zu gut; doch solange sie sich in der inner- und außerparlamentarischen Opposition als ökologisch-soziale Feelgood-Partei feiern lassen können – im Parlament wie bei den Freitagsdemos gleichermaßen -, besteht für sie gar keine Verantwortung, der Öffentlichkeit jene Folterinstrumente zu zeigen, die zur Umsetzung ihrer bizarren Visionen unverzichtbar sind.

Umso erstaunlicher ist der Vorstoß, den die klimapolitische Sprecherin der Partei bei „Studio Friedmann“ wagte: Geht es nach Lisa Badum, so sollen spätestens ab 2038 – in rund 18 Jahren also – überhaupt keine innerdeutschen Flüge mehr erlaubt sein, wie „Bild“ berichtet. Wie die bei einem generellen Inlandsflugverbot fehlenden Verkehrsverbindungen bis dahin ausgeglichen sein sollen, weiß die Klima-Grüne auch schon: Durch „attraktive“ Zugverbindungen. Laut Badum liegt der Schlüssel zu einer „erfolgreichen Verkehrswende… auf der Schiene und im nachhaltigen Mix aus verschiedenen umweltschonenden Verkehrsträgern.“ Es sind dieselben unrealistischen Utopien wie in den Achtziger Jahren, als die Grünen das Ende des Individualverkehrs bis zur Jahrtausendwende forderten und diese Entwicklung wegen des damals zur Horrorvision erkorenen „Waldsterbens“ für alternativlos erklärten. Wie jeder weiß, kam es zum Katalysator, zum Hybridauto und heute steht Elektromobilität hoch im Kurs – doch Autos fahren immer noch, so wie es auch noch Bäume gibt.

Paradoxerweise planen ausgerechnet die Grünen aktuell mit einer höheren CO2-Besteuerung, insbesondere auch von Kerosin. Und was, wenn es als Folge dieser Lenkungsmaßnahmen in 20 Jahren tatsächlich „klimaneutrale“ Antriebstechniken für Kurzstreckenflieger gibt, und ein Flugverbot gar keinen Sinn mehr ergibt? Daran denkt Badum mit ihrem Verbotsfimmel gar nicht. „Die Menschen müssen sich wieder öfter für den klimafreundlichen Zug entscheiden“, dekretiert sie. Und auch die EU-Nachbarn können sich schonmal warm anziehen: „Wichtig ist, dass wir bei Maßnahmen im Flugverkehr auch die europäischen Nachbarn mitnehmen“, droht die Nachwuchs-Grüne in Richtung Ausland. Achtung, Klima-Deutschland erhebt sich! Auf Twitter legte Badum gestern nochmals nach und nannte den Termin 2038 „sehr moderat“, was wohl heißen soll: Hätte Badum das Sagen, so sollten die Deutschen für Inlandsreisen schon viel früher kein Flugzeug mehr besteigen dürfen.

Es ist die vertraut-hässliche Fratze der grünen Verbotspartei, die sich hier wieder einmal ungeschönt aus der Deckung erhebt: Bevormunden, anderen Menschen ihren Lebensstil diktieren – und natürlich eifrig „Fehlverhalten“ bestrafen. Es ist die einzige Masche, die diese wohl dirigistischste und staatsgläubigste aller heutigen Parteien perfekt beherrscht: Zuerst erklärt man bestimmte Verhaltensweisen (Konsum, Mobilität, Arbeitswelt) für erlaubt-erwünscht, und andere für unerwünscht – und wer sich dem nicht fügen will, den trifft anschließend der ausgrenzende Vorwurf der Verantwortungslosigkeit und Zukunftsverachtung. Resultat dieser Propaganda und ihrer Feindbilder ist der Fanatismus der Klimajünger, die zunehmend enthemmter und kompromissloser auftreten. Gestern kam es in Aachen erstmals zu öffentlichen Übergriffen gegen Fahrer von für „klimaschädlich“ erklärten  SUV’s. Es ist blanke Pogromstimmung für die „richtige“ Sache: Wer sich „klima-asozial“ verhält, wer die falschen Strecken fliegt oder in die falschen Autos steigt, der muss sich bald vor dem Volkszorn in Acht nehmen, muss mit öffentlicher Diffamierung oder gar Gewalt rechnen. Das, und nicht weniger, ist die Konsequenz der „grünen Welle“, die Badum und ihre Mitstreiterinnen munter vorantreiben. (DM)

Quelle: Journalistenwatch

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