Wege in den legalen Widerstand Teil 3

Eine weitere Möglichkeit unsere Demokratie zu festigen besteht darin, als Wahlbeobachter zu fungieren. Eine einfache Möglichkeit sich zu informieren bietet die Initiative www.einprozent.de , die ich dem geneigten Leser hier als Quelle ans Herz lege. Wie man an der Wahl in Österreich in 2015 gesehen hat, ist dies scheinbar kein so unwichtiger Vorgang, wie man meinen könnte.

Grundsätzlich ist es auch wichtig, sich mit anderen Gleichgesinnten zu vernetzten. Dies kann z.B. über Stammtische, facebook, Messenger-Gruppen wie z.B. Whats app, Signal u.a.m. oder per email geschehen. Bei allen Wegen sollte man immer den Aspekt der Datensicherheit im Auge behalten und auch eventuelle Zensurmaßnahmen des Staates und danach seine Wahl treffen. Positiv ist, dass sich solche Gruppe leicht von jedem gründen lassen und man meist im Bekanntenkreis Menschen kennt, die ähnlich wie man selbst denken. Die wiederum kennen manchmal auch noch weitere Leute, und so kann eine Gruppe ggf. schnell wachsen. Nachteilig bei diesen Gruppen ist, das sich oft keine echte Aktivität entfaltet. Man liest, tauscht sich aus, schimpft und dann – passiert nichts. Ich halte echte Aktivität im Widerstand für essentiell, wie ich eingangs geschrieben habe. Zudem sollte man immer vorher stark überlegen, ob eine solche Gruppe wirklich öffentlich sein kann. Ich tendiere hier eher zu geschlossenen bzw. geheimen Gruppen mit Personen, denen man voll Vertrauen kann. Selbst wenn man sich im Rahmen der Legalität bewegt (wovon ich ausgehe), reicht es dennoch manchmal, für legale Aktivitäten bei z.B. der AfD, Pegida etc. seinen Arbeitsplatz zu verlieren, wenn eine solche Information durchrutscht.

Bei der Vernetzung ist es nicht notwendig, das Rad neu zu erfinden. Es gibt genug Initiativen, denen man sich anschließen kann, beispielsweise das bereits erwähnte Projekt Leuchtfeuer, die Seite www.einprozent.de, die Identitäre Bewegung oder die AfD, um einige ausgewählte zu nennen. Auf lokaler und regionaler Ebene gibt es manchmal ebenfalls Möglichkeiten, wie z.B. die Bürger in Wut in Bremen (BIW), die FREIHEIT in München, die Bürger Für Frankfurt (BFF) oder auch andere patriotische Bewegungen, die keine Parteien darstellen. Ich tendiere dazu, eigene Gruppen zu gründen und vorhandene zu nutzen, ein „entweder oder“ ist nicht nötig, sofern man über die zeitlichen Ressourcen verfügt und sich im halböffentlichen oder öffentlichen Raum (wie bei Parteiveranstaltungen) bewegen kann. Wozu vernetzen? Zum einen zur Rückgewinnung der Informationshoheit, zweitens zum Starten von echten Aktionen, drittens zum Wachstum in der Zahl, um Dinge stärker anstoßen zu können und viertens als Vorbereitung auf das, was kommen könnte. Letzter Punkt stellt auch einen Baustein für die dritte und letzte Säule dar. Eine Warnung am Rande: Im konservativen Lager ist die „Abgrenzeritis“ gegenüber anderen Menschen, die etwas andere politische Meinungen vertreten, groß, um sich selbst nicht zu diskreditieren bei den etablierten Parteien und Medien. Dies spaltet das konservative Lager und lässt uns über das hingehaltene Stöckchen der Presse und Politik springen. Hier könnte echte Toleranz wirklich helfen, andere Meinungen zu akzeptieren, auch wenn man sie nicht teilt. Sonst gibt man sich dem „divide et impera“ allzu leichtfertig hin. Dies konnte man gerade bei der Diskussion um Björn Hockes Aussagen zum Holocaust-Denkmal in Berlin sehen.

Hiermit lässt sich noch ein weiteres Ziel verfolgen, was uns andere Nationen zum Teil voraus haben: Die Rückgewinnung und Pflege einer echten Solidargemeinschaft, die uns an vielen Orten verloren gegangen ist. Einer echten, gelebten Gemeinschaft, die nicht darauf basiert, dass man in einen Verein oder eine Gewerkschaft eintritt, sondern echte Beziehungen aufbaut und füreinander einsteht. Man kennt sich und versteht einander, kann Ausflüge zusammen unternehmen, Selbstverteidigung und Sport trainieren (ersteres halte ich besonders für Frauen für sehr wichtig), sich bei einfachen Dingen helfen (z.B. Tausch handwerklicher Leistungen, Nachbarschaftshilfe), sich unterstützen (z.B. Fahrgemeinschaften am Wochenende), im Geschäftsleben verbinden und wieder an etwas arbeiten, was uns fehlt – nämlich Identität.

Letzteres gibt es, glaubt man der Presse und der Politik, eigentlich gar nicht und lässt sich nicht nachweisen. Doch auch wenn man die Identität eines Volkes nicht abschließend bestimmen kann, so ist doch das Gefühl bei den Menschen vorhanden, das dort sehr wohl „etwas existiert“. Niemand von uns wurde akzeptieren, wenn man ihm sagte, er hätte keine Identität, nur weil er diese nicht vollständig definieren könne. Ähnlich verhält es sich auch mit einer kulturellen oder ethnischen oder religiösen Identität. Was von diesen Bereichen zu einer deutschen Identität dazu gehört, vermag ich nicht zu sagen. Doch genau hierfür benötigen wir einen Diskurs, der viele Menschen einbindet. Mit diesem Thema könnte man Seiten füllen, es sei hier aber nur in Kürze gesagt, dass hier die Kernaufgabe für unsere Zukunft besteht. Wir müssen zukünftig wissen, wer „wir sind“ und was „wir“ überhaupt bedeutet.

Dazu gehört für mich auch zu definieren, welche Werte wir vertreten wollen. Beispielsweise gehört für mich dazu, die Familie als „gemeinschaftserhaltende und –schaffende Form“ zu stützen und ihren Wert wieder überall klar zu machen. Aber auch Kritik an der westlichen Welt zu üben. Vieles, was in der westlichen Welt passiert, würde ich als kulturellen Irrweg bezeichnen. Beispielhaft würde ich die gesamte Konsumgesellschaft überdenken, aber auch den Hass auf das Eigene und die Vergötterung des Fremden, das Vergessen alter Traditionen und Gepflogenheiten, die mangelnde Pflege der lokalen und regionalen Sprachen, die Einstellung zum Erhalt der Umwelt u.v.m. hinterfragen. Wir müssen uns wieder selbst schaffen. Von unten nach oben, nicht wie bisher von oben nach unten, indem uns Politiker z.B. erzählen, welche die beste Staatsform ist oder was wir denken und fühlen sollen.

Auch der Boykott von Waren oder Firmen, die zerstörerische Tendenzen für das Eigene aufweisen, kann jeder für sich selbst in Erwägung ziehen oder Firmen, die ein positives Bild zeichnen, bevorzugen. Denkt man eine Ebene höher, so kann man auch in sozialen Netzwerken Boykotte anzetteln, bzw. den sogenannten shitstorm oder die ein oder andere online-Petition lostreten.

Der Wanderer

Fortsetzung folgt…

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