Deutschland: Immer mehr „Stille SMS“ zur Überwachung

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Eine parlamentarische Anfrage der Linken im Bundestag ergab, dass immer mehr „Stille SMS“ zur Ortung versendet werden. Der Überwachungsstaat wird immer mehr zur Realität.

Von Marco Maier

Der Überwachungsstaat schlägt auch in Deutschland immer häufiger zu. Eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei ergab, dass alleine das Bundeskriminalamt im zweiten Halbjahr 2015 etwa 117.000 „Stille SMS“ versandte, was einer Steigerung um das Fünffache im Vergleich zum ersten Halbjahr darstellt. Auch der Verfassungsschutz nutzte diese Methode im zweiten Halbjahr 2015 demnach über 142.000 Mal. Andere Dienste (MAD, Zill, BND…) versendeten ebenfalls derartige Nachrichten, allerdings gab es hierbei nur unzureichende Angaben.

Diese sogenannten „Stillen SMS“ werden zur Ortung von Mobiltelefonen benutzt, ohne dass der Besitzer des Gerätes dies mitbekommt. Dabei wird eine „unsichtbare“ Kurznachricht versandt, wobei das Gerät sozusagen „aktiviert“ wird und der Standort abgefragt werden kann.

Das Ausmaß der Überwachung durch diese Methode ist erschreckend hoch. Angesichts der massiven Steigerungsrate darf davon ausgegangen werden, dass es in diesem Jahr wohl nicht weniger solcher Abfragen geben wird, sondern wahrscheinlich sogar eine weitere Steigerung.

Qulle: contra-magazin

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